Directory Opus Rename

Datum aus DateTaken formatieren

Directory Opus: Dateien mit Aufnahmedatum umbenennen – der Trick mit D# bzw. T#

Wer seine Fotos mit Directory Opus umbenennt und dabei das Aufnahmedatum aus den EXIF-Daten nutzen will, kommt schnell auf den Platzhalter {datetaken}. Soweit so gut. Aber dann passiert etwas Merkwürdiges: Der Datumsteil klappt wunderbar, doch die Uhrzeit landet als echter Text im Dateinamen – also buchstäblich HH.mm.ss. wenn man im Rename Dialog folgendes verwendet. {datetaken|D#yyyy-MM-dd HH.mm.ss}
Genau das ist mir passiert, und ich hab eine Weile gebraucht, um zu verstehen warum. Hier ist die Lösung.


Das Problem

Man tippt im Rename-Dialog folgendes ein:

{datetaken|D#yyyy-MM-dd HH.mm.ss}

Und das Ergebnis sieht dann so aus:

2026-05-21 HH.mm.ss.jpg

Der Datumsteil wird korrekt aufgelöst, aber HH.mm.ss bleibt unverändert stehen. Kein Fehler, keine Warnung – einfach Klartext.


Warum passiert das?

Der D#-Modifier in Directory Opus formatiert ausschließlich den Datumsteil eines Feldes. Die Uhrzeit-Platzhalter (H, m, s) werden in diesem Kontext nicht interpretiert und landen deshalb wörtlich im Dateinamen.

Für den Uhrzeitteil gibt es einen eigenen Modifier: T#.


Die Lösung: Datum und Uhrzeit als zwei separate Felder

Statt alles in einen Ausdruck zu packen, schreibt man einfach zwei Felder nebeneinander:

{datetaken|D#yyyy-MM-dd} {datetaken|T#HH.mm.ss}

Das ergibt dann genau das gewünschte Ergebnis:

2026-05-21 12.30.22.jpg

Kurze Erklärung der Formatzeichen:

  • yyyy → vierstellige Jahreszahl
  • MM → Monat zweistellig
  • dd → Tag zweistellig
  • HH → Stunde (24h), zweistellig
  • mm → Minuten zweistellig
  • ss → Sekunden zweistellig

Warum Punkte statt Doppelpunkte bei der Uhrzeit? Ganz einfach: Windows erlaubt das Zeichen : nicht in Dateinamen. Deshalb nimmt man . als Trennzeichen – also 12.30.22 statt 12:30:22.


Weitere nützliche Formate

PlatzhalterBeispiel-ErgebnisWann sinnvoll?
{datetaken|D#yyyy-MM-dd}2026-05-21Nur Datum, zum Sortieren ideal
{datetaken|D#yyyy-MM-dd} {datetaken|T#HH.mm.ss}2026-05-21 12.30.22Datum + Uhrzeit, vollständig
{datetaken|D#yyyy-MM-dd} {datetaken|T#HH.mm}2026-05-21 12.30Ohne Sekunden, wenn das reicht
{datetaken|D#yyyyMMdd_HHmmss}20260521_123022Kompakt, kein Leerzeichen

Hinweis zur kompakten Variante: Das Format D#yyyyMMdd_HHmmss funktioniert in manchen Opus-Versionen als ein einzelner Ausdruck. Das sollte man aber vorher testen – am besten immer erst die Vorschau im Rename-Dialog prüfen, bevor man 3.000 Urlaubsfotos umbenennt.


Schritt für Schritt im Rename-Dialog

  1. Dateien markieren
  2. Tools → Rename öffnen (oder Rechtsklick → Umbenennen)
  3. Im Feld „New name“ den Ausdruck eingeben: {datetaken|D#yyyy-MM-dd} {datetaken|T#HH.mm.ss}
  4. In der Live-Vorschau prüfen, ob das Ergebnis stimmt
  5. Passt alles? Dann auf „Rename“ klicken

Die Live-Vorschau ist übrigens eine der besten Funktionen von Opus – man sieht sofort, wie der neue Dateiname aussehen wird, ohne etwas zu riskieren.



Fazit

Das Problem ist im Nachhinein logisch: D# ist für Datum, T# für Zeit – beides in einem Ausdruck zu mischen funktioniert nicht zuverlässig. Zwei separate Felder nebeneinander lösen das sauber.

Kleines Detail, das einem viel Frust ersparen kann – hoffentlich hilft das dem ein oder anderen Opus-User weiter!

 

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